Große Räume - Wohnlichkeit im Handumdrehen!

Hallo meine Lieben, 

nachdem der Post über kleine Räume (http://wohnvorstellungen.blogspot.de/2014/07/kleine-raume-kein-problem.html) super angekommen ist, hat mich eine Mail erreicht, in der nach Lösungen für das exakt umgekehrte Thema gefragt wurde - große Räume! Deswegen widme ich diesen Post diesem "Problem".

Problem? - werden sich jetzt bestimmt einige fragen. Ja! Wer das Glück hat über viel Platz zu verfügen steht oft vor dem Problem, diesen richtig zu nutzen und das Wohngefühl von kahl zu gemütlich zu wandeln. Deswegen hier


10 Tipps für große Räume:



1. Größe braucht Größe!

hier ein klassisches Beispiel für zu kleines Mobiliar ;)
Ihr habt massig Platz? Gut, Glückwunsch! Also nutzt ihn auch! Große Räume vertragen großzügige Möbel. Setzt auf ausladende Sofas, überlange Regalbretter, dicke Vorhänge. Auf keinen Fall solltet ihr den Raum mit unzähligen kleinen Möbeln vollstellen - das führt dazu, dass der Raum unstrukturiert und unordentlich wirkt (und das passiert bei großen Räumen noch leichter als bei kleinen). Gönnt euch den Luxus, auch eure Möbel die Größe des Raumes zelebrieren zu lassen! Klotzen statt Klecker, das schafft Proportion :)!



2. Zuerst: die Gliederung

Wichtig ist: Themebereiche schaffen! Wer einen großen Raum füllen muss, sollte sich zuerst überlegen was alles hinein soll - und die verschiedenen Themen in seperaten Bereichen anordnen! Das gliedert den Raum optisch und gibt ihm Kontur. Achtet darauf, bei der Trennung relativ streng zu sein und eventuell sogar Raumteiler* zu verwenden - das schafft verschiedene Räume im Raum!

*wie ihr wisst bin ich nicht gerade ein Fan von klassischen Raumteilern. Aber der Begriff lässt sich weit interpretieren! Auch eine im Vergleich zur restlichen Dekoration höhere Planze kann den Raum optisch teilen, oder ein hohen Regal in einer Reihe niedriger Boards. Es kommt hier darauf an, was euch gefällt! Ein Raumteiler soll einfach nur einen optischen Bruch schaffen, es ist dazu nicht nötig dass er undurchsichtig o.ä. ist wie etwa ein Regal das man quer in den Raum stellt!



3. Roter Faden

Besonders in großen Räumen ist er wichtig: Der rote Faden. So schwer es fällt, entscheidet euch für einen bestimmten Stil, eine bestimmte Farbpallette. Nur so erscheint der Raum nicht konturlos und durcheinandergewürfelt. Des Weiteren gilt: schafft Wiederholungen im Raum. Ein Beispiel: Wer gerne viele Bilder aufhängt, der kann diese einheitlich gestalten (zB alles schwarz-weiß, gleicher/gleichgroßer Rahmen) und im Raum verteilen. Eine besonders intensive Wirkung entfaltet dies, wenn auch noch die Zahl/Kombination immer die gleiche bleibt (zB immer drei in einer Reihe nebeneinander). Verteilt diese Elemente im Raum. Für das Auge wirken diese Wiederholungen beruhigend und der Raum wirkt durchdachter.

Trotzdem: brecht ab und zu mit diesem Konzept. Innerhalb jeder Themeninsel darf es Ausbrüche in eine bestimmte Richtung geben, ein Möbelstück einer anderen Stilrichtung o.ä. - das macht den Raum ja erst spannend :)!



4. Farbe, Farbe, Farbe

Ein etwas offensichtlicher Tipp ist das Spiel mit der Farbe, das sich in großen Räumen natürlich umso mehr anbietet. Weiß weitet den Raum, weswegen hier auch eher dunkle Farben ins Spiel kommen dürfen. Denkt doch mal an satte Beerentöne. Oder dunkles Meerblau. Diese Farben schaffen Gemütlichkeit und lassen die Konturen des Raumes näher rücken und stärker erscheinen - und das kann bzw. sollte man in großen Räumen auch tun!



5. Offenheit!

In kleinen Räumen sind eher geschlossene Aufbewahrungsmöglichkeiten zu bevorzugen - in großen Räumen darf auf offene gesetzt werden!
Das Auge hat hier bereits genug Raum um umher zu schweifen und braucht jetzt Dinge, an denen es sich festhalten kann. Deswegen dürft ihr euch den Luxus einer Regalwand voller Lieblingsschmöker gönnen oder andere, offene Aufbewahrungssysteme wählen - die Gefahr, dass dies drückend oder zu "unordentlich" wirkt, besteht hier nicht! Ganz im Gegenteil - es schafft Wohnlichkeit!




6. Hochstaplerei?

Und hier nun ein Tipp, der für kleine UND große Räume gilt: Nach oben bauen! In kleinen Räumen ist das eher aus Platzgründen nötig - in großen Räumen ist es ein Mittel, dem Raum Gewichtung in eine bestimmte Richtung zu verleihen. Stellt euch einen riesigen Raum vor, der rundherum nur mit halbhohen Boards/Regalen eingerichtet ist - er wirkt zwangsläufig kahl. Traut euch und setzt Akzente in eine bestimmte Richtung - wenn ihr eine Wand bis an die Decke nutzt und die gegenüberliegende eher mit niedrigen Möbeln einrichtet gibt das dem Raum eine völlig neue und spannende Dynamik!



7. Das ist ja schräg!

Große Räume lassen sich besonders durch das schräge Platzieren von Objekten etwas "kleiner" und gemütlicher wirken. Also platziert nicht alles immer nur parallel zu den vier Wänden, sonder traut euch auch mal, etwas außergewöhnliches zu versuchen! Wie wäre es zB mit einem schräg ausgelegten Teppich?



8. Mustergültig!

Große Räume vertragen Muster! Großgemusterte Tapeten, prunkvolle Vorhänge, auffällige Bezugsstoffe - tobt euch aus! Hingegen wirken kleine Muster hier nicht ganz so gut - der Raum ist groß, ergo sieht man das Muster (zB auf einer Tapete) auch öfter mal von "weiter weg". Kleine Muster verschwimmen, wirken unruhig und können keine Wirkung mehr entfalten.




9. Wir brauchen Freiraum?!

Besonders in großen Räumen passiert es schnell, dass in der Mitte ein riesiger, großer Raum entsteht, den eigentlich niemand nutzt. Das Resultat: der Raum wirkt uneingerichtet, unfertig, kahl. Wenn ihr den Platz in der Mitte unbedingt frei lassen wollt empfehle ich euch einen schönen Teppich, am besten mit einem tollen Muster, dort zu platzieren. Das lässt den freien Raum gestaltet wirken. Ansonsten scheut nicht davor zurück, auch Möbel frei im Raum zu platzieren (zB ein Sofa!).



10. Lichtquellen

Als letzter Tipp empfehle ich euch, die Lichtquellen des Raumes gut zu durchdenken. Eine einzige Lampe in der Mitte des Raumes macht ihn schnell ungemütlich und lässt ihn noch größer im Sinne von konturlos wirken: Die äußeren Ecken sind dunkler als die Mitte, sie verschwimmen und strecken sich optisch von der Mitte weg. Wer alledings auf Lichtquellen auch in den Ecken und besonders indirektes Licht setzt, der macht sein Zimmer auf einen Schlag viel gemütlicher und wärmer!




Na, was denkt ihr? Viel Spaß beim Einrichten!

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