Typische Einrichtungsfehler - so eben nicht!

Hallo ihr Lieben!

Ich mache mir heute einen ganz gemütlichen Tag und genieße das Nichtstun bevor es morgen unitechnisch wieder richtig losgeht - die Hausarbeiten stehen an!

Heute schreibe ich über die typischen Einrichtungsfehler, die wohl jeder von uns schon mal gemacht hat. Ich habe sie hier für euch aufgedeckt ;):



Typische Einrichtungsfehler: 




1. An die Wand!

In kleinen Räumen alle Möbel an den Wänden platzieren damit in der Mitte ein großer Raum entsteht - diesen Tipp haben wir alle entweder schon gehört oder es intuitiv selbst so gemacht. Ein Fehler! Natürlich gibt es Räume, die sind SO klein dass einem wirklich keine andere Wahl bleibt. Aber in den meisten Fällen ist das Platzieren der Möbel an den Wänden eher kontraproduktiv: Die Wände rücken optisch näher und der Raum wirkt kleiner. Außerdem kann die nun in der Mitte leer bleibende Fläche schnell kahl, uneingerichtet, fehl am Platz wirken.

Es geht immer darum, was man selbst in seiner Wohnung braucht. Wer gerne Walzer in den eigenen vier Wänden übt, der fährt natürlich gut damit, eine große Fläche in der Mitte des Raumes freizuhalten. Wer aber auf begrenztem Raum viel unterbringen möchte, kann gerade dadurch, Möbel in die Mitte des Raumes zu stellen, den vorhandenen Platz viel effektiver nutzen. Obendrein wird dadurch das Zimmer optisch und thematisch geteilt und gegliedert - auch das lässt ihn größer Wirken.


via ikea
Ich gebe euch ein Beispiel: Wer mutig ist und das Sofa in der Mitte des Raumes platziert hat zunächst den praktischen Vorteil, dass zB Fernseher usw einfach an der Wand platziert werden kann. Außerdem entsteht optisch so ein eigener "Wohnbereich". Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die dekorative und nützliche Möglichkeit, an der Rückseite von Möbeln mit Boards und Regalen neuen Stauraum zu schaffen





2. Ton-in-Ton 


Der Trend geht hin zur minimalistischen Einrichtung. Zur Dominanz von Schwarz, Weiß, Grau. Zu klaren Linien, zu Spiegelflächen und Hochglanzfronten. Okay, das ist und bleibt Geschmackssache, jedem das Seine. Aber immer häufiger fangen die Leute an, ihr Wohnung komplett Ton-in-Ton einzurichten. Die Wände weiß, die Möbel weiß, weiße Hochglanzfronten usw usw usw. 

Was eigentlich klar und puristisch aussehen soll wirkt leider oft klinisch, konturlos, langweilig oder kalt. Vergesst also nicht, ab und zu mit eurem Farbkonzept zu brechen! Erst kleine Farbtupfer definieren den Raum und machen ihn interessant! Wählt die jeweiligen Stücke aber sorgfältig aus - sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich :)!



3. Dem Trend hinterher? Best Basics!  

Die Modeindustrie macht es vor: Was heute "total in ist, löst morgen schon nur noch ein müdes Gähnen aus. Genauso ist es auch mit den Einrichtungstrends. Wir können uns oft kaum retten vor lauter neuer Tipps, welcher Einrichtungsstil heute gerade in ist, vor lauter "Must-have"-Wohnaccessoirs. Aber mal ehrlich: Wer hat bitte Zeit, Geld und Geduld genug, die eignene vier Wände jede Saison komplett neu zu gestalten? Also ICH nicht. Heute puristisches Weiß, morgen poulente Barocktapete, übermorgen ländlicher Toscana-Stil? Unrealistisch. Wer sich also an den zahlreichen Magazinen orientiert hat schlechte Karten - es sei denn, er möchte einen Fulltimejob aus dem Dekorieren und umgestalten der eigenen Wohnung machen. 

Emfehlenswert ist es deshalb, auf neutrale Basics zurückzugreifen. Viele Möbelstücke lassen sich immer neu erfinden oder passen zu allem! Investiert lieber in Möbelstücke in Farben, die ihr später mit allen möglichen (Trend-)Farben kombinieren könnt - Weiß, Beige, Schwarz, Grau usw. 
Veränderungen lassen sich trotzdem ganz einfach erzielen und ihr könnt so den aktuellen Trends viel einfacher und billiger folgen :)!

Verändert werden können ohne größeren (finanziellen und zeitlichen) Aufwand z.B.:
- Vorhänge
- Teppiche
- neuen Bezügen für Sofa & co.
- Dekoration wie Spiegel, Bilder, Vasen usw.



4. Stilfindung - Mein Stil? Dein Stil? Unser Stil?

via decor8 über Brigitte
Der eigene Stil verändert sich im Leben, keine Frage. Mehrfach, natürlich. Aber das ist nicht ds Problem. Das Problem ist viel eher, den eigenen Stil erstmal zu finden. Aber ohne diesen ist es schwierig, eine schöne und stimmige Einrichtung zu finden, mit der man langfristig glücklich ist. Viele Leute überstürzen das Einrichten - mit einer Tour zum Möbelmarkt wird die komplette Möbelpallette gekauft und FERTIG. Leider ist man damit oft schnell wieder unzufrieden.

Als erstes sollte man sich genügend Zeit nehmen, um herauszufinden wie man wohnen möchte. Und damit meine ich nicht zwei, drei Tage. Dieser Prozess kann Wochen oder Monate dauern! Stöbert im Internet, schaut euch Wohnzeitschriften an - und zwar ganz genau. Überlegt euch bei jedem Bild, jeder Idee: was gefällt mir daran, was gefällt mir nicht? Macht euch Notizen, am Besten erstellt ihr ein Moodboard mit Bildern, Stoffproben, Ideen usw.! 

Arbeitet jeden Tag ein bisschen daran und ihr werdet sehen, jeden Tag kommen neue Inspirationen dazu und andere gefallen euch plötzlich nicht mehr und verschwinden so vom Board. Nach einige Zeit pendelt sich das aber ein und ihr habt herausgefunden, was euch wirklich gefällt, und was nur eine kurze Laune ist.



5. Nichts überstürzen - wachsen lassen! 

Fotograph: Thragor, Titel: As time goes by 2; Quelle: www. piqs.de; some rights reserved
Gut Ding will Weile haben! Es macht keinen Sinn, von heute auf morgen die neuen Wohnung einzurichten. Das wirkt unweigerlich unpersönlich und gewollt. Lasst euch auch damit wieder Zeit! 

Das gilt einerseits für die grundlegende Einrichtung: Natürlich, die grundsätzlichen Dinge müssen zu Anfang gekauft werden - aber scheut nicht davor zurück erstmal ein oder zwei Wochen in der noch eher leeren Wohnung zu leben! Nur so merkt ihr, wie ihr auf das Raumgefühl reagiert, was also Einrichtungstechnisch für euch funktioniert!
 Ein Beispiel: Eine Freundin von mir hatte sich eine absolut geniale EInrichtung ausgesucht und auch gleich komplett gekauft und dekoriert. Sah toll aus. Leider stand der Fernseher aber so, dass man durch dn Lichteinfall kaum etwas erkennen konnte - es sei denn, man lies den Rolladen komplett herunter. Besagte Freundin sitzt jetzt also in ihrer top gestylten Wohnung - allerdings in totaler Finsternis!

Sich Zeit zu lassen gilt aber noch umso mehr für die Deko: Das braucht Zeit! Ihr entdeckt mal hier, mal da ein nettes Mitbringsel. Dann auf dem Flohmarkt DEN perfekten Spiegel. Dann wieder entsteht DAS Bild mit dir und deinen Freunden, das unbedingt an die Wand muss..ihr seht, man kann nichts erzwingen. SCHNELL geht hier gar nichts. Lasst eure Wohnung in Ruhe wachsen, nur so wird sie wirklcih EUER kleines Wohnparadies. WOhnexperten schätzen sogar, dass es bis zu einem Jahr dauert, bis eine neue Wohnung schließlich komplett ist! Werft aber ab und zu einen Blick auf euer Moodboard um euer Konzept nicht aus den Augen zu verlieren ;)!

6. Überflüssig? Im Überfluss!

Viele Einrichtungsexperten raten, auf überflüssige Deko usw. zu verzichten. Nun ja...das ist wie immer Geschmackssache - wer auf leere, gerade Hochganzboards steht, der ist damit sicher gut bedient! 
Grundsätzlich kann aber ich persönlich nur dazu raten, Mut zur Persönlichkeit zu zeigen! Wenn ihr etwas findet was euch gefällt - rein in die Bude! Und sei es noch so skuril oder objektiv "überflüssig" - erst solche kleinen "Ausrutscher" im Konzept machen die Wohnung interessant und geben ihr Persönlichkeit! Also, traut euch!
  

   


1 Kommentar:

  1. Super Blog! Ganz toll. Weiter so, ich will mehr davon! Ich folge dir nun. Hab in deinem spiegelschrank eine mac foundation entdeckt, wenn du mac genauso liebst wie ich, schau mal, bei mir vorbei! Grüße Wilja vom
    Kidsandheels.blogspot.de

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